Gerade habe ich aus einem spontanen Impuls heraus angefangen, Prediger zu lesen (zum ersten Mal) - da geht`s am Anfang über die Beschreibung der Nichtigkeit alles Irdischen. Weit bin ich nicht gekommen, denn direkt zu Beginn habe ich gemerkt: Woooaaah, krass, haargenau so ist es!!! Genau das habe ich in etwa exakt so in meinem Herzen gehabt, zumindest was den gefühlten Kern der Aussage betrifft. Allerdings hätte ich es nicht so kurz und knapp und doch so stichfest darlegen können. In Notizbüchern habe ich sicher mal darüber geschrieben - vielleicht durchstöber ich irgendwann meine alten Notizbücher danach - mal sehen. Jedenfalls habe ich phasenweise die Nichtigkeit der Welt in jeder Faser meines Körpers spüren können. Das tat richtig weh - im Herzen, in den Zellen, in meiner Existenz. Weil diese Nichtigkeit so belastend war für mich. Ich konnte nicht verstehen, wie die Menschen um mich herum munter vor sich hin leben können, erfüllt ihrer Arbeit nachgehend und / oder ihrem Familienleben, während doch die Nichtigkeit der Nichtigkeiten in der Luft schwebt und alles erstickt. Der Text in Prediger 1 trifft es so klar und deutlich, ohne ausschweifendes Drumherum. Sehr gerne möchte ich die Worte abschreiben, um sie richtig wirken zu lassen:

Prediger 1:1-1-11
Nichtigkeit alles Irdischen
Worte des Predigers, des Sohnes Davids, des Königs in Jerusalem.
Nichtigkeit der Nichtigkeiten! - spricht der Prediger; Nichtigkeit der Nichtigkeiten, alles ist Nichtigkeit! Welchen Gewinn hat der Mensch von all seinem Mühen, mit dem er sich abmüht unter der Sonne? Eine Generation kommt, und eine Generation geht; aber die Erde besteht in Ewigkeit. Und die Sonne geht auf, und die Sonne geht (unter), und sie strebt ihrem Ort zu, wo sie wieder aufgeht. Der Wind geht nach Süden und wendet sich nach Norden. Immer wieder sich wendend geht er dahin, und zu seinem Ausgangspunkt kehrt der Wind zurück. Alle Flüsse gehen ins Meer, und das Meer wird nicht voll. An den Ort, wohin die Flüsse gehen, dorthin gehen sie immer wieder.
Alle Worte mühen sich ab. Nichts vermag ein Mensch zu sagen.
Das Auge wird nicht satt zu sehen und das Ohr nicht voll vom Hören.
Das, was war, ist das, was (wieder) sein wird. Und das, was getan wurde, ist das, was (wieder) getan wird. Und es gibt gar nichts Neues unter der Sonne. Gibt es ein Ding, von dem einer sagt: > Siehe, das ist neu < ?
Längst ist es gewesen für die Zeitalter, die vor uns gewesen sind. Da gibt es keine Erinnerung an die Früheren. Und an die Künftigen, die sein werden, auch an die wird man sich nicht mehr erinnern bei denen, die (noch) später sein werden.


Gerade musste ich an eine frühere Freundin denken, die den Gedanken als störend empfand, dass irgendwann nichts mehr von ihr hier auf der Erde sein wird. Dass keiner mehr an sie denken wird. Das war ein Grund für sie, irgendwann einmal Kinder in die Welt setzen zu wollen - damit sie nicht alleine ist; damit sich doch noch jemand an sie erinnert, wenn sie fort ist; damit sie auf der Erde etwas hinterlässt; damit sie noch "da" ist.

Wenn ich mich in solche Sichtweisen hineinversetze, kann ich diese Gedankengänge und Gefühlswelten verstehen, auch, wenn ich selbst nicht so empfinde. Da ist vielleicht Angst vor der Endgültigkeit, Angst, nicht mehr "zu gelten", Angst, abschließend-unausweichlich unwichtig und "weg" zu sein. Kein Wunder, dass jemand so drauf ist, der nur das Weltliche hat, an das er oder sie sich anhaften kann.
Jetzt, wo ich Jesus Christus kennen darf, kommen wir Gedankengänge dieser Art erst recht irgendwie sehr verschwenderisch vor. So sinnlos, unsinnig, banal. Wen interessiert`s, ob man auf dieser oberflächlichen, vergänglichen Erde etwas hinterlässt? Was bringt einem das, wenn man ohnehin nicht mehr hier ist?! Und es ist doch dann alles vergangen; vorbei, nicht mehr von Bedeutung. Und wenn man sich während seines Lebens auf dieser Welt nicht für den interessiert hat, der einem das Leben geschenkt hat mit allen möglichen Annehmlichkeiten (Freunde, Familie, Nahrung, sichere Unterkunft, Freude, Natur, Tiere, den Sinn für Geselligkeit, das erfreuende (Er-) Leben von Gemeinschaft mit anderen Menschen allgemein, ...), hat man danach wirklich andere Probleme - was das Fixieren auf Weltliches noch nichtiger macht, insofern das noch möglich ist.

Und er hat aus
einem jede Nation der Menschen gemacht, dass sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, wobei er festgesetzte Zeiten und Grenzen ihrer Wohnung bestimmt hat, dass sie Gott suchen, ob sie ihn vielleicht tastend fühlen und finden, obwohl er ja nicht fern ist von jedem von uns. Denn in ihm leben wir und bewegen uns und sind wir, wie auch einige eurer Dichter gesagt haben: Denn wir sind auch sein Geschlecht.
- Apostelgeschichte 17:26-28

Ich kannte Jesus damals zwar noch nicht, dennoch habe ich nicht das Gefühl gehabt, hier irgendetwas hinterlassen zu müssen, soweit ich weiß. Weil die Nichtigkeit mir schon längst ins Herz gesprochen hatte, vermutlich. Wie ich oben bereits schrieb - diese Nichtigkeit hängt spürbar in der Atmosphäre, sie gehört dazu, ist ein Anteil davon.

Wenn ich durch ein Fenster geschaut habe, in ein Wohnzimmer hinein, in dem z.B. ein älteres Ehepaar saß, sichtbar geschlagen vom Leben / von der Welt, scheinbar vor-sich-hin-vegetierend, dann schlug es mir richtiggehend in den Magen. Oder die ganzen leeren, ausdruckslosen Augen von Menschen auf der Straße zu sehen, hinter denen sich offensichtlich geplagte Seelen verbergen. Hätte heulen können, und womöglich habe ich das auch. Wozu das alles? Dieses Leid, dieser Kampf, das Existieren an sich? Ist doch alles letzlich nichtig und nur mit Schmerz und Anstrengung und letztendlicher, quälender Sinnlosigkeit verbunden.

Da sind wir wieder beim aktuellen Wort der Worte in diesem Text - nichtig. Nichtigkeit. Ja, sie durchdringt alles - weil diese Welt gottlos ist; die Finsternis wird verehrt: Was nicht von Gott ist, ist vom Teufel, und von dem ist hier auf der Welt so ziemlich alles. Die Sünde wird hochgelebt. Besäufnisse, Drogenexzesse, Yoga & Mediation, Hurerei (Sex vor und außerhalb der Ehe), Egoismus a la > Jeder ist sich selbst der Nächste / liebe dich selbst & stelle dich selbst an erster Stelle / verwirkliche dich selbst usw. < gehören zum guten und anzustrebenden Ton.
Auch all diese Fantasy-Welten sind vom Widersacher (Teufel, Satan, Verwirbler), z.B. Harry Potter, Kinderserien wie Sailor Moon & Co, um den Menschen so früh wie möglich auf die Fährte der Finsternis zu ziehen, ohne, dass es jemand bemerkt. Das ist ja alles hübsch verkleidet. Menschlich-moralische Werte werden vermittelt, reale Themen aus dem menschlichen Alltagsleben eingewoben: Liebe und Freundschaft, Probleme in der Schule, Mobbing, Zusammenhalt in > gemeinsam sind wir stark-Mentalität <. Der Kampf von Gut gegen Böse findet statt, wobei Magie in schwarz und weiß, böse und gut eingeteilt wird: Und da liegt der Haken. Magie handelt immer mit Dämonen, egal, wie sie sich nennt. Leider vermitteln viele Serien und Filme und Bücher den Eindruck, dass es "gute" Magie geben würde und damit werden wir direkt auf den Lügenpfad geleitet ... Naja, darum soll es jetzt nicht gehen; die Aussage sollte nur sein, dass der Teufel auf dieser Welt hinter so ziemlich allem steckt. Den eigenen Körper zum Götzen zu machen, zum Beispiel, ist auch ein Top-Angriffspunkt. Fitness und Ernährung bestimmen das Leben vieler Menschen - das Hegen und Pflegen dieses vergänglichen Fleisches (Körpers) wird zu einem Hauptanliegen, führt mitunter zu Ess- und Minderwertigkeitskomplexen und endet oft letzlich in Zerstörung etwaiger Art (Zerstörung von Freude, Psyche, Körper, Lebensqualität, Beziehungen, Gesundheit, .....)

Ja, auch Menschen, die von sich denken, ein "gutes" Leben zu führen (im menschlichen Standart mag das ja der Fall sein), sind ein Kind des Teufels, wenn sie sich nicht von Gott, dem Herrn, aus dieser gefallenen  Welt herausrufen lassen; wenn sie ihren freien Willen nicht dazu nutzen, gemeinsam mit ihrem Schöpfer und Vater Jesus Christus durch das geschenkte Leben zu gehen, um ihm die Ehre zu geben anstatt fortwährend sich selbst.

(...) Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.
- Römer 8:9

Liebt nicht die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern ist von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Begierde; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.
- 1. Johannes 2:15-17

Ihr könnt nicht des Herrn Kelch trinken und der Dämonen Kelch; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilnehmen und am Tisch der Dämonen. Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen? Sind wir etwa stärker als er?
- 1. Korinther 10:21-22

Ein Leben haben wir von Gott geschenkt bekommen. In diesem Leben geht es darum, dass wir uns entscheiden: Wo und mit wem möchte ich meine Ewigkeit verbringen, wenn ich dieses vergängliche Leben im Fleisch auf dieser vergänglichen Erde verlasse? Mit der Finsternis, die uns oft ekstatische Gefühle beschert mit den Vergnügungen & Freuden der Welt, oder uns  vielleicht eine Schein-Sinnhaftigkeit gibt durch ein Leben, das "rund läuft" in Sachen Beruf, Familie, Freundeskreis? Die uns einflüstert: Der Weg ist das Ziel, lebe für das Jetzt; tue, was du willst und fühlst, höre auf dein Herz ...

Oder entscheidest du dich für das Licht - Jesus Christus, der als bodenständiges, wahrhaftiges Licht in die Welt gekommen ist? Entscheidest du dich für Jesus Christus, der dich ankommen lässt und deiner Seele Ruhe gibt? Der dich in die Freiheit führt? Vergnügungen und das Konsumverhalten der Welt verlieren mit dem Kennenlernen von Jesus Christus ihren Reiz, weil das Loch der suchenden Leere gefüllt wird: Die bedingungslose Liebe und Akzeptanz, vorbehaltloses in-Liebe-angenommen-sein, nach der wir Menschen uns sehnen, sind bei Jesus Christus zu finden - bei Gott, der die reine Liebe ist. Entscheidest du dich für Jesus Christus, der der ewige Fels ist, der immer war und immer sein wird? Für Jesus Christus, der dich so sehr liebt, dass er aus seiner Herrlichkeit herabkam auf die Erde, um sich am Kreuz für dich hinzugeben?

Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist.
- Lukas 19:10

Die Entscheidung treffen wir während unseres Lebens hier auf der Erde; bis zum letzten Atemzug ist Gelegenheit dafür.

Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt;
- Johannes 12:46

Am Kreuz von Golgatha erlöst Jesus Christus all diejenigen, die sein Erlösungswerk dankend für sich in Anspruch nehmen möchten. Er kauft uns frei aus der Finsternis: aus Zerstörung und Tod, die in dem Teufel sind, der die Welt regiert - die oft in den Nichtigkeiten dieser Welt versteckt sind. Jesus befreit aus zerrütteten Lebenssituationen und -umständen oder Beziehungen; Jesus befreit aus dem Tod in jeglicher Hinsicht - ewiglich gesehen und auch irdisch betrachtet: Verlust von Lebensfreude, Motivation, Interessen, Lebenssinn, Hoffnung sind Dinge, die mit und bei Jesus Christus aufhören oder eine ganz andere Intensität und Färbung bekommen.

Gehe in den duftenden und erfrischenden Wald, in die Mystik und atemraubende Schönheit der Berge, betrachte all die verschiedenartigen bunten Pflanzen und die faszinierende Vielfalt der Tierwelt - das Vorhandensein von Gott ist eindeutig, sein Wesen ist eindeutig, wenn wir all das unbeschreiblich-liebevolle anschauen: Liebe. Möchtest du mit diesem Schöpfergott dein Leben und deine Ewigkeit verbringen, oder dich nach wie vor gegen ihn entscheiden?

Denn es wird offenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen,
welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn sein unsichtbares Wesen, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie ohne Entschuldigung sind;  weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen auf Nichtiges verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde.
- Römer 1:18-21

Spannend, dass dort wieder das Wort  > nichtig < auftaucht! Als mir der Bibelvers einfiel, habe ich nur an den oberen Teil gedacht. Dass das Wort nichtig in dem darauf folgenden Vers vorkommt, wusste ich gar nicht. Ach, das liebe ich beim Schreiben! Man fängt an, ohne Plan, legt einfach los und schaut, was passiert. Und jedes Mal geschehen kleine Überraschungen und Wunder; regelmäßig fügen sich spontan Dinge, die ich nicht erwartet habe. :) Dieses "Konzept" war auch das Besondere, Anziehende für mich beim Reisen - einfach am Morgen das Hostel verlassen und schauen, wo man landet. Wie oft haben sich Erlebnisse und Wendungen ergeben, die bis heute in mein Herz eingespeichert sind, obwohl ich morgens einfach nur "eine Runde raus" wollte, teilweise mit melancholisch-gelangweiltem Gemüt. Naja, zurück zum Thema...

Generell habe ich mich damals eher gefragt, wie man die Nichtigkeit nicht spüren kann. Wobei, vermutlich registrieren die meisten Menschen sie sehr wohl, mindestens unbewusst. Deshalb klammern Menschen sich vielleicht so sehr an das Irdische, Weltliche, z.B. an Beruf & Hobby, an Partnerschaft, Familie, Reisen, Abenteuer, whatever - als eine Art Versuch, die lauernde Nichtigkeit auszutrixen, sie irgendwie zu umgehen.

Diese gefallene Welt braucht Jesus Christus. :) In ihm sind alle Antworten und Lösungen für alles zu finden - logisch, denn Er ist der Anfang und das Ende.

Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.

- Offenbarung 22:13

Jesus Christus ist immer da und war schon immer da und wird immer da sein! Wie wundervoll, dass dieser Jesus Christus mein Fels ist, dass ich in Ihm Identität & Wert & Halt finden darf, der in Ewigkeit Bestand hat. :) Weil er mich aus dem Griff  der Finsternis herausgerufen hat, erlöst und befreit und losgekauft durch sein Blut, das er aus Liebe für mich vergoss.

Jesus Christus hat den Tod besiegt! Was auch immer dein persönliches Thema ist - Angst vor der Ungewissheit des Todes, Angst vor dem Ausgelöscht-Sein, Angst vor dem Nicht-(mehr)-Gelten, Angst vor dem Alter, Angst vor körperlichen Verfall / Angst vor dem Verlieren von Gesundheit und körperlicher Fitness, Angst vor Vergänglichkeit - all das darf weichen, wenn man Jesus Christus als Herrn und Erlöser kennt!

Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das?
Sie spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.

- Johannes 11:25-27

Marta ist es, die spricht: Ja, Herr, ich glaube.
Da fällt mir ein wunderbares Textstück aus dem Wort Gottes ein, in dem die Schwester von Marta - Maria - das Gute wählt anstatt des Vergänglichen, Nichtigen in Gottes Augen.

Maria und Marta
Es geschah aber, als sie ihres Weges zogen, dass er
(Jesus) in ein Dorf kam; und eine Frau mit Namen Marta nahm ihn auf. Und diese hatte eine Schwester, genannt Maria, die sich auch zu den Füßen Jesu niedersetzte und seinem Wort zuhörte. Marta aber war sehr beschäftigt mit vielem Dienen; sie trat aber hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfe! Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta! Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; eins aber ist nötig. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird.
- Lukas 10:38-42

Mit und bei Jesus Christus hören alle Nichtigkeiten, alle Vergänglichkeiten, alle Sinnlosigkeiten auf! Wenn wir ihn wählen, wenn wir uns für den Sohn Gottes entscheiden, ist das ein Ende aller Nichtigkeiten, weil Jesus Christus der Sinn des Lebens ist, weil Jesus Christus der Mittelpunkt ist, das Leben, das Licht, die Auferstehung.

Maria setzte sich zu den Füßen Jesu und hörte seinen Worten zu. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird.

Genau das können wir auch tun: die Nichtigkeit der Welt eintauschen in das ewiglich-geltende und -erquickende; indem wir in die Bibel gehen, in das Wort Gottes. Diese Worte sind nahrhaft und Weg-weisend, lehrend, ermahnend, erbauend, göttliche Weisheit-schenkend.
Die Weisheit der Welt ist bei Gott Torheit, daran sollten wir uns also lieber nicht halten; sie nützt gar nichts. Dass die Menschen glauben, etwas erkannt zu haben - über die Entstehung der Erde und des Universums, über das Alter der Welt, über das Leben an sich. Über sich selbst. Dass sie selbst Schöpfer sind, z.B., ist so eine menschliche Weisheit, die bei Gott Torheit ist, denke ich. Überall heißt es doch heute, dass wir unsere eigenen Schöpfer sind, dass wir mit unseren Gedanken unsere Realität schaffen könnten und all so`n Schwachsinn: diese ganze Selbstverherrlichung, Selbstvergottung, selbst-Gott-Spielerei, "Ich bin mein eigener Herr" ...

Schwachsinn im wahrsten Sinne des Wortes. Schwacher Sinn: Der wahrhaftige Sinn für das Große, für die umfassende Wahrheit fehlt.
Jesus Christus ist die Wahrheit:
Es gibt einen Gott, der die Ursache ist für unser Existieren auf dieser Welt, der die Ursache ist für unsere Persönlichkeit, für unsere Interessen, Talente, Gaben.
Es gibt einen Gott, dem unser Leben gehört - dem wir als Person gehören - und der gewisse Dinge in unserem Leben zulässt oder nicht zulässt: Wer z.B. seine Herzenswünsche leben darf, der bekommt dieses vermutlich sehr fröhliche Leben von Gott geschenkt - bei ihm sind alle unsere Wege. Dieses Leben, das wir führen, wird uns von Gott gewährt und geschenkt.

Es gibt einen Gott, der unsere Aufmerksamkeit sucht! Einen Gott, der uns liebt, der in einer Beziehung zu uns leben möchte - ein Vater mit seinem Kind. Jetzt und in Ewigkeit!

Es gibt einen Gott, der uns aus Kummer und Leid und Problemen und Sorgen befreien und uns beistehen möchte. Der Freude und Glück mit uns teilen möchte. Der alles mit uns teilen möchte, menschlich-betrachtet Gutes wie Schlechtes.

Die Wahrheit und das Erfassen Gottes ist allerdings mit dem menschlichen Verstand, mit der menschlichen Weisheit nicht greifbar. Das wiederum ist nur mit dem Heiligen Geist Gottes zu erkennen.

Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, um die Dinge zu kennen, die uns von Gott geschenkt sind; die wir auch verkünden, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, mitteilend geistliche Dinge durch geistliche Mittel. Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird.
- 1. Korinther 2:12-16

Gott ist nur mit seinem eigenen Heiligen Geist erkennbar. (Geistlich) blinde Augen werden sehend, (geistlich) taube Ohren werden hörend, das harte, verstockte Herz wird weich, wenn Gottes Heiliger Geist in unserem Herzen einzieht.
Wer mit einem suchenden und bittenden Herzen zu Gott kommt, von dem wird der Herr sich finden lassen, und dem wird Gott Empfangen schenken - das Empfangen seines Heiligen Geistes.:)

Wen von euch, der Vater ist, wird der Sohn um einen Fisch bitten - und wird er ihm statt des Fisches etwa eine Schlange geben? Oder auch, wenn er um ein Ei bäte - er wird ihm doch nicht einen Skorpion geben? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst,
wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!
- Jesus Christus in Lukas 11:11-13

Danke, Herr Jesus, dass Du uns aus der Nichtigkeit der Welt und des menschlichen Verstandes herausgerufen hast. Danke, dass wir die Wahrheit in Dir erkennen dürfen. Danke, dass Du uns Deinen Heiligen Geist gegeben hast, den Tröster und Beistand, der uns in alle Wahrheit leitet. Danke, dass dein Geist uns in die Tiefen Gottes führt - lasse uns den Vater erforschen und suchen und kennenlernen und erfassen, so weit, wie es für uns möglich und gut ist. :) Und bitte, Herr Jesus, ziehe alle verlorenen, unwissend umherirrenden Schafe zu Dir, lasse ihnen Deine überreiche Gnade und Liebe zuteil werden, die bis hoch zu den Himmeln reichen und vermutlich weit darüber hinaus. Amen.:)

Nichtigkeit ist auch, sich auf das Irdische zu fixieren, das doch so vergänglich und nichtig ist für das Reich Gottes. An Weltlichem festzuhalten, sein Herz daran zu hängen: an Gesundheit, Geld, Beruf, Beliebtheit, Aussehen (Fokus auf die Figur, auf die Kleidung,...), Karriere, Anerkennung, whatever - die Liste ist sehr lang, nehme ich an. Wenn ich sage, dass das nichtig ist, meine ich das nicht arrogant-wertend; ich versuche eher, das Thema zu greifen, um mich selbst von allem loszumachen, das nicht das Streben nach Christus und seinem ewigen Reich ist; denn ich weiß ja, dass ehrliche, nachhaltige Freude und Erfüllung, wahrhaftige Ruhe, echter Frieden, nur bei Jesus Christus zu finden sind. Die Welt kann das nicht geben; nicht in dieser echten Tiefe und Beständigkeit. Bei Jesus Christus ist eine gewisse Freude einfach Beständigkeit! Das gab es in meinem Leben vor Christus nicht. Er erquickt meine Seele. - Psalm 23:3
:)
Und das Reich Gottes bleibt in Ewigkeit. Unser Streben danach wird uns nicht genommen werden - das Weltliche hingegen wird alles vergehen.

Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Fraß zerstören und wo Diebe durchgraben und stehlen; sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Fraß zerstören und wo Diebe nicht durchgraben noch stehlen! Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.
- Matthäus 6:19-21

Ich möchte, dass mein Herz beim Herrn Jesus ist. :) Dort erfahre ich auch den gesunden Selbstwert, zu dem ich in der Welt keinen richtigen Zugang hatte, keinen dauerhaften Zugang.
In der Welt ist man alleine, in der Beziehung mit Gott hingegen ist man das nie. Durch Erfahrungen, die ich mit Jesus Christus auf meinem Weg mit ihm mache, kamen die Gnade und Liebe Gottes zu mir.
Wie sammeln wir Schätze im Himmel? Ich denke, den Fokus auf Jesus Christus zu haben, ist selbsterklärend. Ihn regelmäßig darum zu bitten, dass wir ihn mit ganzer Seele, ganzem Herzen, mit ganzem Verstand und ganzer Kraft lieben können. Dass Er derjenige ist, nach dem wir uns sehnen und nach dem wir trachten; dass Er derjenige ist, den wir suchen wollen in unserem Lebensalltag; dass Jesus derjenige ist, der uns Halt und Kraft und Freude und Sinn und Erfüllung gibt, ganz unabhängig von äußeren Umständen. Dass Jesus derjenige ist, nach dem wir fragen, an guten und an schlechten Tagen. Solange Jesus Christus da ist, ist alles gut. Wenn wir Gott wahrhaftig mit aufrichtigem und ganzem Herzen suchen (auch darum können wir bitten, denn aus uns selbst heraus vermögen wir sowieso rein gar nichts), dann kommt alles andere von ganz allein, ist meine bisherige Erfahrung.

Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.
- Matthäus 6:33

Zusammenfassend: Jesus Christus unser Herz schenken: ganz, nicht nur halb.

Lehre mich, HERR, deinen Weg: Ich will wandeln in deiner Wahrheit! Fasse mein Herz zusammen zur Furcht deines Namens.
Ich will dich preisen, Herr, mein Gott,
mit meinem ganzen Herzen und deinen Namen ewiglich verherrlichen.
Denn deine Gnade ist groß gegen mich,
und du hast mein Leben gerettet aus dem tiefsten Scheol.
- Psalm 86:11-13

Wandeln in der  Wahrheit & Liebe & Sanftmut & Demut Jesu Christi - das wird garantiert alle Nichtigkeit der Welt verscheuchen! :) Jesus rettet aus den Nichtigkeiten, aus Dunkelheiten, aus Sinnlosigkeiten. Wer also, genau wie ich, den verzweifelten Drang verspürt, den schweren, belastenden Banalitäten & Vergänglichkeiten dieser Erde zu entkommen, dem empfehle ich, in das Wort Gottes einzutauchen; vorher zu beten um Erkenntnis, um Offenbarung. Herr Jesus, bitte offenbare Dich uns in Deinem Wort, lasse uns Erkenntnis und Deine göttliche Weisheit zuteil werden! Führe uns tief in Dein Heiliges Wort hinein. Amen. :)

Immer wieder aufs Neue muss ich mich zwingen, in einem Anfall von Melancholie o.Ä. zur Bibel zu greifen (oder eine Predigt von einem stark im Heiligen Geist stehenden Pastoren anzuhören; meistens höre ich mir Olaf Latzel an). Obwohl dort - bei Gott - die Lösung und der Ausweg ist, nirgendwo anders. Wenn es mir gelingt, auch dann, an eher "schwierigen" Tagen oder Momenten, in das Wort zu gehen, dann kommt meine Seele zur Ruhe. Heimatliche Befreiung aus Gefühlszuständen, denen an- und nachzuhängen sich nicht lohnt. Jesus Christus sagt in Johannes 6:63:

Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben.


Leben und alles, was dazu gehört, ist im Wort Jesu Christi zu finden. Jesus selbst ist das Wort. Wenn wir uns Jesus zuwenden in Gebet & im Studieren der Schrift, wächst der Heilige Geist in uns. Vor allem dann, wenn wir das Wort auch anwenden und unseren Dienst im Herrn haben und ausführen. Ich merke z.B., dass mein Ess- /Zuckersucht-Thema kaum noch da ist, seit ich vor einer kurzen Weile mit dem Schreiben begonnen habe. Ich bin so dankbar, dass ich jetzt diesen Dienst im Herrn kennen darf, neben dem generellen Missionsauftrag im Alltag. Das ändert das allgemeine Lebensempfinden total, irgendwie.
So kann der Geist Gottes ausgiebiger groß werden in mir, da ich nun regelmäßig stundenlang Herz & Verstand durchgehend auf Jesus Christus gerichtet habe. Jesus Christus möchte groß werden in unserem Leben! Nicht das Ich hervortreten lassen, sondern Jesus mit seinem Heiligen Geist Raum schaffen. Je mehr wir dann unseren Alltag hier auf Erden geistlich wandeln, desto kleiner werden die Nichtigkeiten oder Bedrängnisse jeglicher Art; desto größer wird das Licht und die Hoffnung in Christus.

Egal, was für dich persönlich problembehaftet  ist auf Erden: Dem wird Kraft und Bedeutung genommen, wenn Christus an die Stelle von Sorgen, Kummer & Co. tritt. Gott ist größer! :) Dass das alles leicht zu schreiben ist, ist mir schon klar. Aber ich glaube daran ganz fest. Wenn wir Gott bitten, dass er uns hiflt, aufrichtig nach Jesus Christus zu suchen, dann hilft er uns dabei. Das erfahre ich immer wieder.

Mit dem "Fleisch" müht der Mensch sich hier auf der Erde nur ab, und das Fleisch vergeht.
--> Das Fleisch nützt gar nichts:

Und ich wandte mich hin zu all meinen Werken, die meine Hände gemacht, und zu der Mühe, mit der ich mich abgemüht hatte. Und siehe, das alles war Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. Also gibt es keinen Gewinn unter der Sonne.
- Prediger 2:11

Der Geist ist es, der lebendig macht. Der Heilige Geist Jesu Christi bringt Leben. Das ist dann ein Ende aller Nichtigkeiten: Wenn wir uns ganz und komplett auf Jesus Christus ausrichten. - Herr, bitte segne uns mit einem ungeteilten Herzen, das nur auf Dich schaut und dabei die weltlichen Angelegenheiten vergisst. Amen. :)


Ohne Jesus Christus in unserem Herzen wandeln wir im Tod. Das habe ich bereits ca. eine Woche oder zwei Wochen nach meiner Bekehrung gefühlt und ausgesprochen: Dass ich jede Sekunde ohne Jesus tot war. Dabei kannte ich zu dem Zeitpunkt das Wort Gottes noch gar nicht so sehr - dass tatsächlich geschrieben steht, dass wir ohne Jesus Christus im Tod wandeln, weil der Fluch der Sünde auf uns liegt. In einer Predigt hat jemand mal so schön gesagt: Kleinen Kindern müssen wir gewisse Regeln beibringen, wie man sich anderen Menschen gegenüber respektvoll und höflich verhält. Ungehorsam, Rebellion hingegen müssen wir ihnen nicht beibringen, das können sie von ganz allein. Daran wird schon deutlich, in welch eine sündige Natur wir hineingeboren werden. Jesus Christus zahlte am Kreuz von Golgatha das Lösegeld, um uns aus dem Bann des Sündenfluchs freizukaufen.
Dass dieser Fluch auf uns liegt, liegt an dem Sündenfall von Adam und Eva:

Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat (...)
Römer 5:17

Wie es nun durch eine Übertretung für alle Menschen zur Verdammnis kam, so auch durch eine Rechtstat für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens.
- Römer 5:18

Diese eine Rechtstat hat Jesus Christus für uns begangen. Nur er lebte ein Leben ohne jegliche Sünde vor Gott: Ohne böse und lästernde Gedanken und Worte, ohne List, ohne Hurerei (Sex vor oder außerhalb der Ehe), ohne Lüge, ohne Zorn, ohne Heuchelei. Jesus führte ein Leben in Wahrheit und Untadeligkeit vor Gott, deshalb kam auch nur er infrage, die Erlösungstat zu vollbringen.

Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel hinterlassen, damit ihr seinen Fußspuren nachfolgt;
der keine Sünde getan hat, auch ist kein Trug in seinem Mund gefunden worden, der, geschmäht, nicht wieder schmähte, leidend, nicht drohte, sondern sich dem übergab, der gerecht richtet; der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid. Denn ihr ging in die Irre wie Schafe, aber jetzt seid ihr zurückgekehrt zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen.
- 1. Petrus 2:21-25

Ich wünsche jedem, dass er zurückkehrt zu dem Hirten und Aufseher seiner Seele. In Gottes Händen sind wir geborgen und beschützt und vor allem herausgerufen aus der Nichtigkeit dieser Welt. Wir dürfen ihn Vater nennen; wie ein Kind uns dem Vater anvertrauen und bei ihm bergen. Beim Herrn sind all unsere Wege, ob wir es glauben, oder nicht. Gott, der Herr, hat ein Leben für jeden von uns.
Er hat auch dich erschaffen, dir das Herz gebildet, dich aus dem Nicht-Sein ins Sein gerufen. Er kennt die tiefsten Sehnsüchte in deinem Herzen. Er weiß, was für dich am Besten ist. Er weiß, was du brauchst. In ihm allein ist das Leben und der Sinn eines jeden Lebens. Ohne Gott würde der Mensch sofort das Atmen einstellen.

Wenn er sein Herz nur auf sich selbst richtete, seinen Geist und seinen Atem zu sich zurückzöge, so würde alles Fleisch insgesamt verscheiden, und der Mensch zum Staub zurückkehren.
- Hiob 34:14-15