Im Garten Gethsemane
Und sie kommen an einen Ort, mit Namen Gethsemane, und er spricht zu seinen Jüngern: Setzt euch hier, bis ich gebetet habe. Und er nimmt Petrus und Jakobus und Johannes mit sich und fing an, sehr bestürzt und beängstigt zu werden.
Und er spricht zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod; bleibt hier und wacht. Und er ging ein wenig weiter, fiel auf die Erde und betete, dass, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorübergehe. Und er sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir weg! Doch nicht, was ich will, sondern was du willst!
- Markus 14:32-36

Jesus Christus, der lebendige Sohn Gottes, zeigt sich hier so, so herzzerreißend menschlich. Da würde man am liebsten hingehen und ihn in den Arm nehmen. Ihn ganz fest an sich drücken und nicht wieder loslassen. Seine Hand halten. Er wirkt so verletzlich an der Stelle. Und wie geschrieben steht:

Und er ging wieder hin, betete und sprach dasselbe Wort.
-
Markus 14:39

Der Herr Jesus betete erneut um Wegnahme des Kelches, der ihm bevorstand.

Und als er in ringendem Kampf war, betete er heftiger. Und sein Schweiß wurde wie große Blutstropfen, die auf die Erde fielen. 
- Lukas 22:44

Das ist soooo krass! Als ich diese Verse gestern gelesen habe, wurde ich richtig bewegt darüber. Am liebsten hätte ich geheult, doch es kamen nur ein paar Tränen in die Augen. Würde das, was Jesus für uns getan hat, gern "höher achten". Er schwitzte Blutstropfen vor lauter Angst und fiel dreimal auf die Erde, im Gebet zu Gott-Vater, ihn bittend, den bevorstehenden Kelch von ihm wegzunehmen. Wie muss sein Herz verzweifelt gewesen sein und wehgetan haben vor lauter Kummer! Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod.

Jesus Christus ist in diesem Garten Gethsemane so berührbar und echt; greifbar für uns. Und das ist er auch jetzt noch für diejenigen, die ihn als Herrn und Erlöser annehmen möchten oder bereits angenommen haben. :)

Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Sachwalter geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, ich komme zu euch.
- Johannes 14:16-18

Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, ich komme zu euch. Das ist so süß! Ja, der Herr Jesus Christus lebt in uns, wenn wir ihn annehmen - mit seinem Heiligen Geist zieht er in unser Herz ein, wenn wir Jesus Christus in unser Herz bitten, damit von nunan ER derjenige ist, der uns durchs Leben führt.:) Gottes Plan für seine Kinder ist der Beste, der für einen jeden Menschen existieren kann - besser als unsere eigenen Pläne - daran habe ich keinen Zweifel. Auch, wenn wir das selbst zunächst anders sehen mögen. Der, der jedes einzelne Menschenherz, das war, ist und sein wird, in seiner ganzen Tiefe auswendig kennt mit allen Gedanken und Ideen und Herzensintentionen, der ganz genau weiß, warum wir wann wie reagieren - der wird schon wissen, was er tut. :)

Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand! Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Pfade.
- Sprüche 3:5-6

Es ist etwas großartig Besonderes, wie ein Kind an Jesus Christus glauben zu dürfen und sich wie ein Schaf von seinem Hirten den Weg weisen zu lassen. "Einfach nur" auf den alles andere überragenden Hirten schauen, ganz stumpf. Schafe verirren sich leicht. Sie brauchen jemanden, der ihnen den Weg zur Weide zeigt. Also: dranbleiben am Hirten, sonst kommt der Irrweg - in eine Irrlehre z.B., oder in Verlorenheit. Ich z.B. verliere mich leicht in Träumerei und Realitätsflucht - bzw. ich würde mich darin verlieren und habe mich darin verloren, bevor ich Jesus Christus kennenlernen durfte. Wenn ich auf Jesus schaue, dann bleibt die Verbindung zum rechten Pfad, der gut für mich ist, bestehen. Weil Jesus weiß, was ich brauche.
Das weiß er auch bei dir, denn auch du bist ja seine Schöpfung, sein Kind (wenn du ihn angenommen hast), und auch dein Herz hat er gebildet. :)
Illusions-Träumerei soll nicht die Oberhand gewinnen. In Maßen, okay, aber der hauptsächliche Teil des Tages "muss" (ich möchte es so und nicht anders) im Fokus auf Jesus Christus bestehen, weil ich sonst in Melancholie, Traurigkeit, Kummer versinken würde. Ich habe einiges im Gebet abgegeben, um Hilfe bei gewissen Gefühlen und Betrachtungsweisen gebeten - und wenig später fiel mir auf, dass nervöse, kummervolle innere Unruhe verschwunden waren; und an ihrer Stelle trat die Freude im Herrn und der Frieden des Herrn. :)

Jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; und der Platzregen fiel herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten gegen jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet.
- Matthäus 7:24-25

Jesus Christus ist der ewige Fels - derselbe gestern und heute und in Ewigkeit. (Hebräer 13:8) Wenn wir an ihm festhalten, dann durchschreiten wir sicher jeden Sturm. Und haben womöglich sogar noch den göttlichen Frieden und die Freude im Herrn dabei - wenn wir uns wirklich an ihn klammern, wenn wir wirklich auf den Herrn harren. Ich habe das gerade erlebt. Zwar handelte es sich nicht um einen Sturm, es war eher eine Übung im Kleinen. Dennoch ... Es hat gewirkt! Die Freude im Herrn war da, nachdem ich darum gebeten habe. Danach habe ich angefangen, zu schreiben, was gerade mein Dienst im Herrn ist. Während des Schreibens habe ich dann gemerkt, dass Jesus mir nagende Kummer-Unruhe genommen hat, zum Großteil.

Mir fällt gerade eine Stelle aus dem Alten Testament ein, aus der anschaulich hervorgeht, dass Jesus Christus der Fels ist.
Das Volk Israel, das von Gott aus Ägypten herausgeführt wurde, trank in der Wüste Wasser, das aus einem Felsen quoll.

Und der HERR antwortete Mose: Geh dem Volk voran und nimm einige von den Ältesten Israels mit dir. Auch deinen Stab, mit dem du auf den Nil geschlagen hast, nimm in deine Hand und geh hin! Siehe, ich will dort vor dich auf den Felsen Horeb treten. Dann sollst du auf den Felsen schlagen, und es wird wie Wasser aus ihm hervorströmen, sodass das Volk zu trinken hat.
- 2. Mose 17:5-6

Der HERR lebt! Gepriesen sei mein Fels! Erhoben werde Gott, der Fels meines Heils!
- 2. Samuel 22:47

Jesus Christus ist nicht nur der Fels, sondern auch das lebendige Wasser, das aus ihm - der das Leben ist - herausströmt.

Wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, der wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.
- Johannes 4:14

Es ist so faszinierend, immer wieder aufs Neue > bewiesen < zu bekommen, wie wahr und lebendig und wirksam und kraftvoll und krass zusammenhängend das Wort Gottes ist -  die Bibel hat einen einzigen Autoren, und das ist der Heilige Geist Gottes. Und es ist sehr rückversichernd, auf dem gemeinsamen Weg mit Jesus zu bemerken, wie Jesus wirklich treu dazu steht! Wenn das Wort Gottes (das Gott ist) sagt -

Aber die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue Kraft; sie heben ihre Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht.
- Jesaja 40:31

- dann ist das tatsächlich auch so! Das sollte mich nicht so überraschen, aber genau so war es gestern! Plötzlich ging es mir schon wieder ganz anders als noch direkt am Morgen. Wenn wir alles an Jesus Christus abgeben, im kindlichen Vertrauen & Zugewandtsein um Abnahme von Lasten, Emotionen, - was-auch-immer! - bitten, dann passiert da etwas! :) Wenn wir auf den HERRN hoffen, wenn der HERR unsere Zuflucht und Hoffnung und Quelle von Freude und Seelenfrieden ist, dann bleibt das nicht ohne Auswirkung.:)

So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.
- 1. Petrus 5:6-7

Ja, das tut er wirklich, der Herr Jesus - er sorgt für uns! Olaf Latzel hat mal in einer Predigt gesagt, dass wir uns jeden Tag neu für die Realität des Wortes Gottes entscheiden dürfen.
Wenn Jesus Christus also ausspricht: Ich bin der gute Hirte - dann ist das so!

Auch wenn ich wanderte im Tal des Todesschattens, fürchte ich nichts Übles, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.
- Psalm 23:4

Mit dem Todesschatten kennt Jesus Christus sich ja aus. Als er am Kreuz von Golgatha das Elend, die Krankheit der Welt (die zerstörerische Sünde) auf seinen Schultern trug, kommt eine gewaltige Finsternis über das Land.

Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde; um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme auf und sagte: Eli, Eli, lema sabachthani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

- Matthäus 27:45-46

Die Finsternis erschien in den Stunden, die erfüllt waren von dem Dreck, von der Schuld, von der Bosheit der Welt, die durch das menschliche Herz durch Handeln und Denken in Umlauf gebracht wird: Jesus Christus nahm all diese Lasten (die vergangenen, bestehenden und zukünftigen) auf sich, dort am Kreuz; er erlitt die Strafe, die jeder einzelne von uns Menschen vor Gott verdient hat. Deshalb war er getrennt von Gott, dem Vater, zum allerersten Mal: Weil Gott sich abwenden muss(te) von der Sünde; er kann keine Gemeinschaft mit ihr haben. Und in den Momenten, in denen Jesus am Kreuz von Golgatha hing, war > er, der Sünde nicht kannte < damit überladen. Da konnte Gott nicht hinschauen.

Deshalb war Jesus im Garten Gethsemane so außer sich und schwitzte Blut vor bestürzter Angst, weil die Trennung von Gott-Vater unmittelbar bevorstand.

Jedoch unsere Leiden - er hat sie getragen, und unsere Schmerzen - er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserem Frieden, und  durch seine Striemen ist uns Heilung geworden. Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen eigenen Weg; aber der HERR ließ ihn treffen unser aller Schuld. Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf wie das Lamm, das zur Schlachtung geführt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf.
- Jesaja 53:4-7

Jesus wurde verachtet, verspottet, gegeißelt, geschlagen, angespuckt, verhöhnt, und letzlich eben gekreuzigt. Die Leute machten sich lächerlich über ihn, lachten ihn aus. Sie setzten ihm eine Dornenkrone auf, bevor sie ihn kreuzigten und losten seine Kleider unter sich aus.

Pilatus spricht zu ihnen: Was soll ich denn mit Jesus tun, der Christus genannt wird? Sie sagen alle: Er werde gekreuzigt! Er aber sagte: Was hat er denn Böses getan? Sie aber schrien über die Maßen und sagten: Er werde gekreuzigt! Als aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern vielmehr ein Tumult entstand, nahm er Wasser, wusch seine Hände vor der Volksmenge und sprach: Ich bin schuldlos an dem Blut dieses Gerechten. Seht ihr zu! Und das ganze Volk antwortete und sprach: Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder! Das gab er ihnen den Barabbas los; Jesus aber ließ er geißeln und überlieferte ihn, damit er gekreuzigt wurde.
- Matthäus 27:22-26

Und einige fingen an, ihn anzuspeien und sein Angesicht zu verhüllen und ihn mit Fäusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage! Und die Diener schlugen ihn ins Gesicht.

- Markus 14:65

Dann nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus mit in das Prätorium und versammelten um ihn die ganze Schar; und sie zogen ihn aus und legten ihm einen scharlachroten Mantel um. Und sie flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie auf sein Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine Rechte; und sie fielen vor ihm auf die Knie und verspotteten ihn und sagten: Sei gegrüßt, König der Juden! Und sie spien ihn an, nahmen das Rohr und schlugen ihn auf das Haut. Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an; und sie führten ihn ab, um ihn zu kreuzigen.
- Matthäus 27:27-31

Ha, der du den Tempel abbrichst und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst, und steige herab vom Kreuz!

- Markus 15:29

Wie reagiert Jesus darauf - der allmächtige Gott und Schöpfer von allem, das ist - also auch der Schöpfer dieser Menschen -, der in Jesus Christus Mensch wurde?

Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun.
- Lukas 23:34

Jesus Christus liebt uns so sehr, wie wir uns das nie, niemals annährend vorstellen könnten. Und zwar bedingungslos. Taten spielen dabei keine Rolle. Wir können nichts tun oder lassen, das die Liebe Gottes verändern würde. Jesus hat auch die Menschen geliebt, die ihn verspottet und gefoltert haben. Bedingungslose Liebe eben. Auch für diese Menschen stieg er auf das Kreuz, um für ihre Schuld zu sterben.

Dies ist gut und angenehm vor unserem Retter-Gott, welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
- 1. Timotheus 2:3-4

And the king
was placed
for all the world
to show disgrace
but only
beauty flowed
from this place
~ This Man - Cast of "I still believe"

But only beauty flowed from this place.

Die Menschen hielten Jesus für von Gott geschlagen und niedergebeugt (Jesaja 53:4), doch Liebe war es, die dort am Kreuz hing. Jesus Christus - Gott - ist die reine Liebe.
Und er ist für uns da; immer.

Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird gerettet werden.
- Apostelgeschichte 2:21

Welch einzigartige, unglaubliche Zusage! Jeder, der den Namen des Herrn anruft .... Jesus nimmt dich an. Am Kreuz von Golgatha sah er dich schon, er kannte bereits all deine Tage, die noch nicht waren. Auch am Kreuz von Golgatha - und natürlich davor und darüber hinaus - war seine Liebe für dich da. Er wünscht sich lediglich unser Herz - dass wir ihm unser Herz schenken, um diese lebendige Beziehung in hingebungsvoller Freiwilligkeit zu ihm zu leben. Eine Beziehung ist ein Miteinander, das von beiden Seiten ausgeht. Dafür ist Jesus Christus gestorben; damit diese Beziehung zwischen Gott und Mensch wieder möglich ist. Nehmen wir doch alle dieses Geschenk dankend an, so unglaublich es auch erscheinen mag, dass der lebendige Gott Interesse daran hat, Gemeinschaft mit uns zu haben - so, wie wir sind. :)

Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gab.
- 1. Timotheus 2:5-6